Montag, 15. Mai 2017

UNTERWEGS NACH NORDEN, STOPOVER-TIPPS TEIL II: GRÄNNA AM VÄTTERSEE

Ein Strand am Vättersee in Gränna. Im
Hintergrund ist nicht etwa das andere Ufer zu
sehen, sondern die Insel Visingsö –
 das Gelbe rechts ist die Autofähre 

Hier kommt also Teil II meiner Stopover-Empfehlungen auf dem Weg nach Norden. Ziemlich genau in der Mitte zwischen Helsingborg und Nyköping (unserer ersten Station in Sörmland, die zugehörige Reisegeschichte ist nachzulesen in der aktuellen Ausgabe von ELTERN, die erste Doppelseite meines Texts ist auch hier in der Heftvorschau mit dabei), liegt das Örtchen Gränna an Schwedens zweitgrößtem See, dem Vättern. Gränna ist am Ostufer des Sees an den Hang geklebt, eine pittoreske Ansammlung aus alten bunten Holzhäusern mit einem alles überragenden weißen Kirchturm, der wirklich nicht besonders schwedisch aussieht – und so wirkt Gränna ein bisschen, als hätte man ein Alpendorf mit ganz vielen Exemplaren der Villa Kunterbunt gekreuzt.

Schöne Heimat einer der schwedischsten Süßigkeiten 

An Grännas Hauptstraße
reiht sich eine Polkagriskokeri 
an die nächste.
Das Markenzeichen Grännas sind die bekannten Polkagrisar. Wörtlich übersetzt bedeutet das "Polkaschweine" und dahinter verbergen sich rot-weiße Zuckerstangen mit Pfefferminzaroma. Überall in Gränna findet man heute zuckerduftende Süßigkeiten-Läden mit angeschlossenen Manufakturen, die die rot-weißen Stangen verkaufen. In vielen kann man zugucken, wie die Stangen hergestellt werden. Polkagrisar sind aber nicht nur eine Süßigkeit und ein authentisches Schweden-Mitbringsel, sondern auch Zeugnis der beeindruckenden Geschichte einer schwedischen Unternehmerin, Amalia Eriksson, der Google sogar 2014 zum 190 Geburtstag ein Doodle gewidmet hat.

Stark, stärker, Amalia: Die Frau, die dem Schicksal ...

Die Polkagris-Vorschule: Im heutigen
Schweden hätte Amalia noch mehr Unterstützung
als alleinerziehende Unternehmerin
bekommen.
Amalia wurde 1824 in Jönköping am Südzipfel des Sees als Amalia Lundström geboren. Mit nur zehn Jahren verlor sie bei einer Choleraepidemie ihre gesamte Familie – das heißt ihre Eltern, fünf Geschwister und sämtliche Verwandten. Als sie 28 Jahre alt war, fand sie Arbeit als Magd bei der wohlhabenden Familie Alvin, die nach Gränna zog, als Amalia 31 Jahre alt war – für damalige Verhältnisse eine alte Jungfer. Das sah der Schneider und Witwer Anders Eriksson anders und ehelichte Amalia zwei Jahre später. Noch ein Jahr später bekam Amalia Zwillinge, von denen ein Kind tot zur Welt kam. So blieb Tochter Ida ihr erstes und einziges Kind. Nur eine Woche später starb leider auch Anders und Amalia stand als alleinerziehende Witwe mit Baby da. Damals eine noch besch ... eidenere Lage als heute.

... die ausgestreckte Zuckerstange zeigte 


Lauter wirklich süße Dinger!
Foto: tina_stafrén/imagebank.sweden.se.
Doch für Amalia stellte sich die Krise als Wendepunkt ihres Lebens heraus: In dieser Notlage wurde ihr nämlich erlaubt, als Frau ein Unternehmen zu führen – sonst ein Ding der Unmöglichkeit. Ihre Geschäftsidee: Süßigkeiten herstellen. Ihre ganz spezielle rot-weiße Erfindung schlug ein wie eine, äh, Kalorienbombe ... Heute hat in Gränna fast jeder Polkagris-Laden und jedes Restaurant ein Bildchen von Amalia im Schaufenster, es gibt eine Bronzestatue und ihr späteres Wohnhaus Amalias Hus ist ein schnuckliges Hotel, in dem man sich bemüht, Amalias Andenken und das Flair des 18. Jahrhunderts so gut wie möglich zu bewahren und es mit heutigen Annehmlichkeiten zu verbinden. Das wäre denn auch der erste Übernachtungstipp. "Babys und Kinder sind bei uns herzlich willkommen!", versicherte mir Mitarbeiterin Caroline Larsson. Allerdings ist das Haus ist nicht gerade günstig – der DZ-Preis beginnt bei knapp unter 200 Euro. Wem das zu teuer ist, der sollte beim Gränna-Besuch einfach mal einen Blick hineinwerfen.

Hübsche Hotels, köstliches Essen, tolle Ausblicke 

Köstliches Abendmahl im
Restaurant des Gyllene Uttern,
hoch über dem Vättern
Auch sehr schön und etwas günstiger ist es in Smålandsgårdens Gästgiveri oder im Grenna Hotell (beide Websites leider nur auf Schwedisch, am besten ruft man an). Wir selbst haben wiederum im wirklich  kinderfreundlichen Hotel Gyllene Uttern ("Der Goldene Otter") übernachtet, das ein paar Kilometer außerhalb in einem kleinen Schlösschen mit phantastischem Blick über den Vättern liegt. Wir konnten uns vor dem Schlafengehen gar nicht vom Sonnenuntergangsszenario losreißen – das sich Mitte Juni ziemlich lang hinziehen kann. Und am nächsten Morgen hingen wir auch direkt wieder am weit geöffneten Fenster. Das Hotel hat auch ein erstklassiges Restaurant, in dem wir uns am Abend ein köstliches Menü gegönnt haben (das Frühstück kann übrigens auch was). Die Preise für ein normales Doppelzimmer bewegen sich in all diesen Häusern so um die 150 Euro, mit Raum nach oben und unten, je nach Angebot, Saison und Buchungszeitpunkt.

Leckerstes Eis, Inselausflüge, Burgruinen mit Aussicht

Morgendlicher Blick aus
unserem Zimmer im "Gyllene Uttern",
der gelbe Klecks im Hintergrund
ist die Fähre nach Visingsö
Nicht weit weg von Amalias Hus liegt in derselben Straße ein Eiscafé mit dem urschwedischen Namen Gelato Factory, einer der elf Finalisten in der Schwedischen Eiscreme-Meisterschaft! Selbstverständlich gibt's hier unter anderem Eis mit Polkagris-Geschmack – ich bevorzuge allerdings trotzdem Schoko.Von Gränna aus startet auch die Autofähre nach Visingsö, das ist die 25 Quadratkilometer großen Insel im Vättern, die aus der Vogelperspektive aussieht wie ein in Grüntönen geschecktes Halstuch eines Riesen, das ins Wasser geweht wurde. Leider hat unsere Zeit nicht für einen Ausflug dorthin gereicht, aber das wird irgendwann nachgeholt. Etwas nördlich von Gränna liegt direkt an der E4 (die man weiter hinauf muss, wenn man nach Sörmland will) das Brahehus, eine alte Schlossruine, mit atemberaubendem Blick über den Vättern, dem man von hier aus wunderbar "Hejdå, ses snart" ("Tschüss, bis bald!") sagen kann – nämlich bis zur Rückfahrt aus dem Norden.

Mittwoch, 10. Mai 2017

UNTERWEGS NACH NORDEN – STOPOVER-TIPPS, TEIL I: HELSINGBORG UND UMGEBUNG


Ein gewisser Caspar David F.
hätte diese Aussicht sicher zu schätzen gewusst:
Hoch über dem Meer erhebt sich
der Spazier- und Wanderweg
Landborgspromenaden
in Helsingborg
Unglaublich, aber wahr: Es geht bereits auf den längsten Tag des Jahres zu. Dabei war doch gerade
erst Weihnachten. Voriges Jahr haben wir uns zu Mittsommer aufgemacht ins Södermanland – kurz Sörmland. Das ist die zauberhafte Gegend südwestlich von Stockholm, in der schwedische Könige lange Zeit gern ihre Sommerfrische verbrachten, wovon dort jede Menge Schlösser zeugen. In der aktuellen Print-Ausgabe der Zeitschrift ELTERN könnt Ihr die Reisegeschichte lesen, die dabei herausgekommen ist: "Wo die wilden Beeren wohnen."

Pause machen in der "Perle des Öresunds"

Auch wenn Sörmland – wie auch Stockholm – immer noch zu Södra Sverige, dem südlichen Drittel Schwedens, gehört, ist die Fahrt dort hinauf von Deutschland aus lang, besonders für Familien sind Übernachtungsstopps zu empfehlen. Einige Städte bieten sich hierzu besonders an. Zum Beispiel die Stadt, in der wir wohnen, Helsingborg an der engsten Stelle des Öresunds. Die meisten Navis werden ohnehin den Weg über die Fährverbindung vom dänischen Helsingør zur "Perle des Öresunds" wählen, weil die Fahrt 60 Kilometer kürzer ist als über die Öresundbrücke via Malmö.

Der Stadtstrand in Helsingborg
im Sommer 
Je nach Zeitbudget kann man hier aber auch ein paar Tage oder Wochen verbringen. Von Helsingborg aus lassen sich wunderbare Ausflüge machen, etwa auf die Insel Ven oder ins Naturschutzgebiet Kullaberg beim alten Badeort Mölle – um nur einige zu nennen. Da ich lim ELTERN-Info-Teil zur Reisegeschichte versprochen habe, dass ich hier im Blog noch Tipps für die Anreise gebe und es ja vielleicht Leute gibt, die jetzt noch kurzfristig zu Mittsommer nach Schweden verreisen möchten, kommen hier nun zunächst meine Ratschläge für meine neue Heimat Helsingborg.


Übernachtungstipps in und um Helsingborg

Hier kommen also erst mal ein paar Vorschläge, wo Ihr Euer reisemüdes Haupt zur Ruhe betten könnt, auch wenn das in der eigenen Stadt ja immer etwas schwierig ist, weil man dort ja so selten im Hotel übernachten muss:

Hotel Maria
Antibes? Nein, der Öresund in Helsingborg!
In diesem putzigen kleinen Hotel mitten im Herzen der Altstadt habe ich selbst einmal übernachtet, als ich hier noch nicht lebte. Das hübsche alte Haus liegt direkt gegenüber der Mariakyrka, im Erdgeschoss ist eine Tapasbar, in der es leckere Kleinigkeiten und Rabatt für Hotelgäste gibt – allerdings findet Ihr in den Straßen drumherum jede Menge (auch relativ günstige!) Restaurants, darum würde ich Besuchern raten, einfach eine Runde um die Kirche zu drehen und auch einen Abstecher in die Bruksgatan (vor der Tür rechts, nächste rechts, dann nächste links) zu Ebbas Fik zu machen (siehe unten). Die Zimmer im Hotel Maria sind individuell gestaltet und es gibt ein Familienzimmer für bis zu vier Personen und mehrere Zimmer, in dem drei Personen übernachten können. Außerdem kann für 200 Kronen ein Babybett gemietet werden, was spätestens am Tag vor der Anreise mitgeteilt werden muss. Für größere Familien ist das Haus leider nicht richtig optimal. Und: Das Hotel liegt in einer Fußgängerzone. Man arbeitet allerdings mit einer Tiefgarage ums Eck zusammen. Kostenpunkt: 225 Kronen für 24 Stunden. Die Zimmerpreise variieren je nach Saison und Buchungszeitpunkt, wie heute üblich.

Dann hätte ich noch folgende Kleinode im Angebot:

Bed & Breakfast "By the Red House"
Dieses Bed & Breakfast liegt im wunderhübschen Dörfchen Domsten, ein paar Kilometer nördlich von Helsingborg. Auch wenn ich hier nie übernachtet habe – ich kriege Lust beim Betrachten der Bilder.

Örenäs Slott
Das Schloss liegt südlich von Helsingborg mit Blick über den Öresund und behauptet von sich selbst, familienfreundlich zu sein. Hier kann man übrigens auch Mittsommer feiern!

Rosenhälls Gård
Ein Freund ist einmal im Rosenhälls Gård in der Nähe des Örtchens Glumslöv abgestiegen – ebenfalls südlich von Helsingborg. Besonders für Pferdefreunde ein Tipp!

Galleri Hyttstigen
Leser von Verliebt in Schweden werden dieses traumhaft direkt am Strand von Ängelholm (ca. 25 Kilometer nördlich von Helsingborg) gelegene Bed & Breakfast kennen. Empfehlung!


Cafés
Cafés sind für mich eine ziemlich wichtige Sache, warum, könnt Ihr hier nachlesen. Zum Glück hat Helsingborg einige ganz hervorragende Cafés im Angebot. Als da wären:

Ebbas Fik
Fik ist kein Schweinkram und wird auch nicht mit kurzem, sondern mit langem "i" gesprochen. Es handelt sich ganz einfach um das schwedische Wort für Café, att fika bedeutet "Kaffeepause machen". Ebbas Fik ist ein wunderbares und kinderfreundliches Diner und Café im Stil der Fünfziger, mit Jukebox, solidem Filterkaffee (den man, wie in Schweden üblich, immer wieder auffüllen kann, was påtår heißt, gesprochen ungefähr "potor", wobei das "o" offen artikuliert wird), köstlichen Torten – besonders empfehlen möchte ich die Heidelbeertorte mit Vanillesauce (blåbärspaj med vaniljsås). Wem nicht nach fika ist, der bekommt hier auch Burger und Pommes oder andere Gerichte, die für ein American Diner üblich sind. Im Sommer kann man schön im Innenhof sitzen und im ersten Stock gibt's nicht nur die Toiletten, sondern alte Bücher, Comics und Vinyl – zum Stöbern und Kaufen.

Koppi
Koppi ist, insbesondere was den Kaffee selbst betrifft, vermutlich das beste Café in Helsingborg, wenn nicht gar in ganz Schweden: 2013 erhielt Koppi jedenfalls die Auszeichnung "Schwedens beste Kaffeebar" von den Testern des renommierten White Guide, kein Wunder, wird der Laden doch von zwei Barrista-Champions geführt. Bei Koppi kann man Kaffeeverkostungen ungewöhnlicher Sorten und Zubereitungsarten mitmachen und natürlich auch ganz einfach zwischendurch auf eine exzellente Tasse Kaffee und leckere Hefeteilchen einkehren. Hier sieht man noch ein bisschen mehr vom Interieur als auf der offiziellen Website im Link oben. Übrigens liegt Koppi gegenüber des ältesten Hauses in Helsingborg, des Jacob Hansens hus von 1641 (im Wikipedia-Artikel über das Gebäude ragt links ein Stückchen von Koppi ins Bild).

Pålsjöpaviljongen
Die Landborgspromenade  in Höhe des
Restaurants Pålsjökrog, direkt am Meer.
 Empfehlenswert, aber à la carte 
nicht ganz billig. Tipp:
Das Lunchmenü für 129 kr!
Das Waffel-Café Pålsjöpaviljongen (nicht zu verwechseln mit dem nicht weit entfernten Restaurant Pålsjökrog, siehe Bild rechts) ist eine Supersache mit Kindern: Hier gibt es die besten (leider nicht ganz billigen) Waffeln in ganz Helsingborg und einen kleinen Spielplatz für Kinder verschiedener Altersgruppen – von Babys, die die in Schweden verbreiteten Babyschaukeln garantiert lieben werden bis zu den "Großen", die viel zum Klettern finden. Wenn das Wetter es erlaubt, sitzt man draußen, aber es gibt auch einen Innenraum, in dem Bilder lokaler Künstler ausgestellt werden. Der Pavillon liegt mitten im Wald Pålsjö skog (skog = Wald), ist aber auch per Auto gut erreichbar. Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Waldspaziergang verbinden. Der Wald mit seinen alten Baumriesen befindet sich auf dem Landborgen, wie ein großer Teil Helsingborgs. Das bis zu 40 Meter hohe Plateau entstand durch Erosion nach dem Schmelzen des Inlandseises und das hat den tollen Nebeneffekt, dass man vom Rand des Landborgen aus überall eine atemberaubende Aussicht übers Meer hat. Am Rande des Pålsjö skog führt der Spazierweg Landborgspromenaden entlang, ein Weg, der beinahe die ganze Zeit eine herrliche Aussicht über den Öresund bietet und der sich mit Kindern in handliche Portionen aufteilen lässt. Hier ist eine Karte, leider nur mit schwedischer Erläuterung, aber zum Glück erklären sich ja Karten auch ohne Worte.

Möllebacken
Auch im urigen Möllebacken bekommt man Waffeln – ebenso wie ein günstiges, reichhaltiges und solides Mittagessen. Der frühere Hof um eine alte Mühle liegt ebenfalls auf dem Landborgen (und an der Landborgspromenade, auf der Karte ist er Nummer 19) hoch über der Altstadt und hat eine dementsprechende Aussicht. Weil er ein bisschen versteckt ist – man muss wirklich wissen, wo man hin will – ist das Restaurant-Café ein echter Geheimtipp!


Pålsjöbad-Café
Das Palsjöbad im Abendlicht,
ein klassisches schwedisches
Kaltbadehaus mit Café
Das Café im Neubau des Pålsjöbades ist ebenfalls ein echter Insidertipp. Der Kaffee ist zwar eher
Standard und auch die Kuchen sind nicht unbedingt höchste Konditorenkunst, aber sie sind essbar und – ein echter Pluspunkt für Familien mit vielen Kindern – wirklich günstig. Außerdem kommt man nicht wegen des Kuchens hierher, sondern wegen der Aussicht – und die ist einfach unschlagbar. Man sitzt nämlich hinter einer Panoramascheibe direkt über der Wasseroberfläche des Öresund. Wie heißt es doch so schön? Location! Location! Location! Das Pålsjöbad ist übrigens ein traditionelles Kaltbadehaus – also eine öffentliche Sauna, nach der man sich im Meer abkühlt –, das in einem heftigen Wintersturm vor einigen Jahren stark beschädigt wurde. Danach wurde es im alten Stil wieder aufgebaut – mit einer Prise Luxus. Das Café ist aber für jedermann zugänglich, kein Saunabad vonnöten. Dienstagsabends von 19 bis 20 Uhr gibt es hier übrigens Yoga mit Aussicht.

Étoile
Im Étoile waren wir vor ein paar Tagen das erste Mal. Das kleine, hübsche Eckcafé im frankophilen Stil liegt im Helsingborger Norden. Pluspunkte: Das Café öffnet wochentags schon um 8 Uhr und ist auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet – und damit eine schwedische Rarität. Toll ist auch die großzügige und in Stufen angelegte Außenterrasse mit Blick auf den Jachthafen. Nachteile: Für sehr viel Geld kriegt man hier ziemlich wenig. Unsere Freunde hatten das "Deluxe"-Frühstück für 120 Kronen (derzeit gut 12 Euro) und das war mit "übersichtlich" sehr gut beschrieben: ein briefmarkengroßer Toast mit Avocado, ein Ei, ein frischer Saft und ein kleines Gläslein Joghurt mit ein paar Beeren und Flocken drauf, sowie Kaffee oder Tee. Kaffee, den man in Schweden normalerweise ohne Extrakosten nachnehmen kann, kostet bei der zweiten (winzigen) Tasse – aber immerhin nur 5 kr oder 10 kr (normale Tasse). Die Qualität ist allerdings in Ordnung.

Über weitere mögliche Aktivitäten in Helsingborg hatte ich an dieser Stelle  schon mal gebloggt. Allerdings kratzt all das nur an der Oberfläche, die Möglichkeiten hier und in der Umgebung etwas zu unternehmen, sind so vielfältig, dass sie kaum in einem Blogpost aufzuzählen sind, aber die Seite Visit Helsingborg hat dankenswerterweise eine ziemlich gute Übersicht – auch was weitere Übernachtungsmöglichkeiten und Restaurants betrifft. Und in diesem Artikel des "Local" habe ich heute (29. Mai) auch noch viele tolle Tipps gefunden!

Im nächsten Blogpost widme ich mich dann dem Stopover in Gränna am Vättern.

Am Ziel gab's eine echte Smultronställe:
Diese Smultron (Walderdbeeren)
haben wir auf dem Julita Gård am Oljaren
in Sörmland entdeckt.

Ich weiß, ich behauptete kürzlich, äh, im Februar, der vorige Post sei "mit gewisser Wahrscheinlichkeit" der letzte Post auf Blogger vor dem Umzug. So kann man sich irren. Ich habe einfach so viel zu tun, dass ich nicht dazu komme, mich um die Gestaltung des neuen Blogs zu kümmern. Das ist natürlich einerseits erfreulich, andererseits etwas frustrierend. Vor allem für mich und natürlich meinen Webfachmann Sascha von der supertollen Agentur Polimehr, der bereits alles vorbereitet hat. An ihm liegt das Schneckentempo ausdrücklich nicht!