Dienstag, 8. November 2016

LICHT IM DUNKEL? SCHEINT SO.

Ein Lichtschein in der Dunkelheit
(Foto: Chris Ruiz)
Wir leben in dunklen Zeiten. In vielfacher Hinsicht. Ich muss das nicht weiter ausführen, hier darf jeder seine eigenen Gedanken einfügen. Aber aus Finsternis kann nicht nur Schrecken, sondern auch Gutes erwachsen. Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe zum Beispiel. Und sie kann inspirieren und einen kreativen Funken versprühen. Das beweist zum Beispiel das neue Album The Blinding Dark von Covenant (l.), der Band meines Liebsten und Seelengefährten J., das am vierten November die düstere Welt immerhin um ein vorsichtiges Glimmen bereicherte. Wer möchte, kann auf der Facebook-Seite der Band einen Einblick ins Making-of bekommen, Reviews lesen und natürlich auch ein paar akustische Eindrücke bekommen – oder gleich auf Spotify reinhören. Mir gefällt das Album sehr – wäre das nicht so, würde ich es hier nicht erwähnen. 

Verknallt: Daisy und Gustav (Ausschnitt
aus einem Foto der Ausstellung auf Sofiero)
Dass Schweden ein Talent dafür besitzen, aus der Dunkelheit das Beste zu machen, ist ein Faktum. Im günstigsten Fall geht es dabei lediglich darum, herbstlicher Novemberdüsternis etwas entgegenzusetzen. Am Wochenende erstrahlte etwa der Schlosspark des Helsingborger Sommerschlosses Sofiero in neuem Licht. Das Anwesen war einst die Sommerfrische von König Oscar und seiner Frau Sophia. Darum heißt es auch Sofiero, der Name setzt sich zusammen aus "Sofie" und "ro", das bedeutet "Ruhe". 1905 bekam Oscars und Sophias Enkel, Prinz Gustav Adolf (Foto rechts), das schmucke Schlösschen am Öresund zur Hochzeit geschenkt und selbiger und seine
Sofiero im Sommer
englische Frau Margareta, von Gustav liebevoll "Daisy" genannt (wie das Gänseblümchen), hatten Gelegenheit ihre Liebe zu Pflanzen und zur Gärtnerei hier auszuleben. Gemeinsam schuf das Prinzenpaar hier einen prächtigen Schlosspark, dessen Rhododendren über Schwedens Grenzen hinaus berühmt sind.
Margareta und Gustav, ein außergewöhnlich ineinander verliebtes royales Paar, wie man auf den Fotos der Ausstellung in Sofiero unschwer erkennen kann, bekamen fünf Kinder. Margareta war mit dem sechsten hochschwanger, als sie 1920 in Stockholm plötzlich an einer Infektion starb (was ich heute noch so tragisch finde, dass ich heulen könnte). Sie ist die Oma des jetzigen schwedischen Königs.

Laubleuchte mit Schatzkiste
(Teil eines Suchspiels für Kinder)
Die Rhododendren standen nun am Sonntag nicht in voller Blüte, trotzdem hätten Margareta und Gustav ihre, ja, man kann es so sagen, helle Freude am Park gehabt, denn überall auf den sanften Anhöhen des abendlichen Parks glimmte es wunderschön im Dunkel. Niedrige Fackeln säumten die Wege, Bäume erstrahlten in Rot oder Violett, auf Teichen schwammen zartblaue Laternen. Besucher brieten Marshmallows über lustig flackernden Feuerchen und in einer heimelig beleuchteten Gartenlaube wurden heiße Getränke und Suppen serviert. Leider war das Ganze nur bedingt im Foto festzuhalten, aber zumindest einige Eindrücke sind geglückt.

Vielleicht hilft Euch das ja, an diesem Tag, an dem Wahlen in einem der mächtigsten Staaten der Welt stattfinden, nicht ganz in Trübnis zu versinken. Mich erinnert diese Veranstaltung mehr an die klassische griechische Tragödie als dass sie eine echte Wahl darstellen würde – im Sinne von für die Welt und das Land und seine Menschen vernünftigen Alternativen. Ich hoffe mal, das Beste – also dass das mutmaßlich kleinere Übel – gewinnt.
Ein paar Ufos? Außerirdische Farbwechsler?

Oder einfach Früchte des Lichts?


Aufstrebende Forscher gehen
 diesen spannenden Fragestellungen nach ...

... um sich hier anschließend spielerischer
Rekreation zu widmen, ...

..., wie es auch diese wohl bekannte
Wissenschaftlerin tut.


Das Schlossgespenst war auch da
und lugte neugierig um die Ecke


Durch eine hohle Gasse
wird jemand kommen. Nur wer?
Und wie hohl ist dieser Jemand selbst?

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