Montag, 24. März 2014

GEFÜHLTE HUNDERT JAHRE PAUSE SIND VORBEI – DARAUF EINEN HUNDERTJÄHRIGEN! ODER AUCH ZWEI. ODER DREI (MIT GEWINNSPIEL!)

Juhu! Zur Feier des Endes der langen Blogpause (es gab dafür gute Gründe, von denen Ihr auch noch erfahren werdet), gibt es auf VERLIEBT IN SCHWEDEN etwas sehr Schickes zu gewinnen!

Hurra, hurra, hurra, hurra?** 
Nix da! Födelsedagsbarnet (Geburtstagskind)
Allan Karlsson
 flieht genervt aus dem Seniorenheim.*
Der Durchbruch für mein Schwedisch – von Gestammel zu (einigermaßen) flüssiger Sprache – kam damit, dass ich mich gezwungen habe, Romane auf Schwedisch zu lesen. Eine Maßnahme, die ich nur jedem Fremdsprachenlerner empfehlen kann! Eins der Bücher, die mich bei diesem selbst verordneten Crashkurs völlig mitgerissen haben, war Hundråringen som klev ut genom fönstret och försvann  – "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand".

Autor ist der schwedische Journalist und Medienberater Jonas Jonasson. Der hat sich in einer persönlichen Krise in ein Häuschen am Luganer See zurückgezogen (das mit dem Häuschen am Wasser kommt mir durchaus bekannt vor!) und sein Debüt dort geschrieben. Die wunderbare Geschichte um den Sprengstoffexperten Allan erinnert mich an Forrest Gump und ich habe mir gleich gesagt: Das muss doch BITTE jemand verfilmen! Und als sei dem Universum (oder wer auch immer da verantwortlich ist) mein Wunsch ein Befehl gewesen – so geschah es. Der Film mit dem in Schweden wohl bekanntesten Komiker Robert Gustafsson in der Hauptrolle (und dem Autoren selbst in einem Cameo-Auftritt) ist an Weihnachten mit großem Erfolg hier in Schweden angelaufen.

Das Hörbuch zum deutschen
Filmstart – hier 3 x zu gewinnen!*
Seit vergangenen Donnerstag ist er auch in Deutschland zu sehen. Zur Feier des deutschen Kinostarts könnt Ihr hier drei Mal das Hörbuch aus dem Hörverlag zum Hundertjährigen gewinnen – gelesen vom großartigen Otto Sander! Wenn Ihr mir unter diesem Posting mitteilt, welches schwedische Buch – egal welches, von Selma Lagerlöf über Henning Mankell bis Stieg Larsson – Euch am besten gefallen hat und natürlich vor allem warum, könnt Ihr gewinnen! Die Hörbücher werden unter allen verlost, die bis zum 16. April mit einem Buchtipp kommentieren.

Die Story des "Hundertjährigen" beginnt damit, dass der frühere Sprengstoffexperte Allan aus dem Seniorenwohnheim flieht, Verzeihung, schlurft (er trägt seine kisstofflor, die "Pippi-Pantoffeln", die so heißen, weil im überreifen Alter gern mal was daneben geht), um der Feier zu seinem 100sten Geburtstag zu entgehen. Erstens, weil er das Aufhebens um seine Person absurd findet, zweitens, weil er keine Lust darauf hat, dass das Ganze gesund - will sagen: alkoholfrei und mit Schonkost – vonstatten gehen soll. Ein gelegentlicher sup (Schnaps) und gutes Essen sind für ihn Essenzen des Lebens. Auf seiner doch sehr speziellen Flucht quer durch Schweden kommt er zufällig an einen Koffer mit brisantem Inhalt. Fortan wir Allan von einem Gangsterclübchen verfolgt – was den Gangstern deutlich weniger gut bekommt als Allan. Der macht indes neue Freunde, darunter einen Elefanten, einen Melonenfälscher und einen Imbissbudenbesitzer und erlebt schier unglaubliche Abenteuer. Eine würdige Fortsetzung seines bewegten Lebens:

Allan und Herbert Einstein im Arbeitslager.
Es gibt keinen Schnaps. Da hilft nur die Flucht.
Ungünstig für Wladivostok,
dass der Flüchtling sich mit Sprengstoff
auskennt ...
Immer auf der Suche nach einem guten Essen, einem hübschen Schnaps (ein Glas Wein oder Tequila tun es auch, allerdings keinesfalls Bananenlikör) und etwas Schönem zu sprengen, hat Allan nämlich in seinen 100 Jahren immer ganz aus Versehen am Rad der Weltgeschichte gedreht oder war zumindest live und in Farbe dabei. Er speiste und trank sowohl mit Harry Truman als auch mit Stalin, landete im unerfreulich schnapsfreien Arbeitslager, freundete sich mit Albert Einsteins versehentlich von den Russen statt des berühmten Physikers entführten (und nicht ganz so smarten) Bruder Herbert Einstein an, servierte in Los Alamos Kaffee und entscheidende Tipps, überquerte den Himalaya, rettete Churchill das Leben – und erlebte noch etliche Abenteuer mehr ...

Was soll ich sagen? Anschauen! Mitspielen!

Allan lässt es gerne krachen

Ja, må du leva, ja, må du leva,
ja, må du leva uti hundrade år,
ja, visst ska du leva, ja, visst ska du leva,
ja, visst ska du leva uti hundrade år! 
Hurra, hurra, hurra, hurra!**
** Ja, du sollst leben, ja, du sollst leben/ ja, du sollst leben bis ins hundertste Jahr/ ja, klar wirst du leben/ ja, klar wirst du leben/ ja, klar wirst du leben bis ins hundertste Jahr!/ Hurra, hurra, hurra, hurra! (verbreitete schwedische Geburtstagsweise)
* Alle Bilder und der Gewinn wurden uns freundlicherweise von der S&L Medianetwork GmbH zur Verfügung gestellt

Kommentare :

  1. Liebe Stella,
    waren das wirklich hundert Jahre Pause? Sooo lange kam es mir nun auch wieder nicht vor; aber andererseits - wenn ich mir den Bart meines Mannes ansehe.... ;-) Aber ich freue mich richtig, wieder von Dir zu lesen und noch dazu gibt es eine tolle Verlosung. Das Buch habe ich gelesen und fand es ganz, ganz großartig! Ich freue mich auch auf den Film dazu. Bezüglich schwedisches Lieblingsbuch - das ist echt schwierig, es gibt ganz tolle schwedische Autoren....... Die Trilogie von Stieg Larsson z.B. oder Henning Mankell sowieso. Aber ich entscheide mich für das Buch von Lars Keppler (das Pseudonym für das schwedische Autoren-Ehepaar Ahndoril) "Der Sandmann" (obwohl alle Bücher der Autoren riesig spannend sind), da ich es erst vor kurzem gelesen hatte. Warum es mir so gefallen hat? Es war für einen Roman dieser Sparte einfach perfekt - sehr, sehr spannend. Man kann nicht mehr aufhören zu lesen. :-)
    Ich wünsche Dir eine schöne Zeit und sende Dir liebe Grüße nach Schweden,
    Mella

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    1. Liebe Mella,
      das ist ein toller Tipp, werde ich mir früher oder später besorgen! Larsson ist extrem spannend, wenn er auch stilistisch die ein oder andere Schwäche hat(te), mit Mankell bin ich in die Schwedenkrimis eingestiegen – aber Håkan Nesser gefällt mir von allen am besten. Momentan lese ich Johan Theorin, aber irgendwie hat es mich noch nicht so gepackt. Ich bin aber auch erst auf S. 44 oder so.
      Liebe Grüße,
      Stella

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  2. Christiane Fischer24. März 2014 um 15:54

    Welches Buch mir am besten gefallen hat und warum?
    Da ist wohl Ronja Räubertochter zu nennen. Eine Geschichte, die passenderweise in meinem Geburtsjahr erschienen ist (Zugegeben habe ich vermutlich erst die Verfilmung kennengelernt, das Selberlesen kam später.) Diese Geschichte prägte meine Kindheit wie kein anderes. In den Oster- und Herbstferien spielten meine Schwester und ich bei Oma im Garten immer die Geschichte nach. Ich lief an einem Springseil, das meine Schwester sich umgebunden hatte, hinter ihr her und wir stellten damit die Szene nach, in der Ronja (meine Schwester) Birk (mich), durch den nebligen Wald herausleitet. Immer wenn ein Zug am Garten vorbeifuhr, waren das die Wilddruden, die es auf uns abgesehen hatten, und wir mussten schnell ans andere Ende des Gartens rennen. Die Gehwegplatten waren übrigens unser Höllenschlund. Und natürlich spielten wir auch das Leben in der Wildnis, fern der Mattisburg nach und ernährten uns währenddessen aus Omas Gemüse-/Kräutergarten. Ja, diese Geschichten prägten meine Kindheit.
    Rumpelwichte befinden sich übrigens noch heute in meinem aktiven Wortschatz.

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    1. Oh, was ist das lange her, dass ich das Buch gelesen habe, die Details habe ich komplett vergessen. Muss ich mir dringend noch einmal einverleiben. Außerdem hoffe ich, dass Kinder heute auch noch so spielen wie Ihr damals – und ich auch –, irgendwie scheint mir das eine verlorene Kunst. Liebe Grüße auch an Dich!

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  3. Willkommen zurück im Blog-Leben, liebe Stella!!

    Schön, von Dir zu lesen, auch wenn ich das Buch bereits "hinter mir" habe.. ;-)

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    1. Hm, wieso taucht Dein Kommentar erst fast zwei Stunden später auf? Seltsam. Heißt das, Du willst nicht mitmachen? Otto Sander ist doch toll. Einen Buchtipp nehme ich in jedem Fall trotzdem gern. Liebe Grüße nach D-dorf!

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  4. Schön, wieder etwas zu lesen von dir! Ich würde mir den Film gern auf schwedisch anschauen, leider wird ja hier alles übersetzt :-((
    Genauso wie du habe ich übrigens auch schwedisch gelernt, bei mir wars allerdings die Dagens Nyheter, die meine Gastfamilie im Haus hatte. Deren Artikel bin ich Stück für Stück durchgegangen und habe übersetzt!
    Neben Stieg Larsson, den ich verschlungen habe und Henning Mankell, den ich liebe, habe ich einen Buchtip: Kristina Ohlssons "Paradisoffer" - otroligt bra!

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    1. Ja, wir haben den Film auch bisher verpasst, aber Joakim hat gerade nachgeschaut und festgestellt, dass er hier in einem Minikino noch läuft. :) Das werden wir wohl diese Woche mal in Angriff nehmen. Wenn ich in D bin, kann ich überhaupt nichts mehr schauen, synchronisierte Filme gehen einfach nicht mehr. Vielen Dank für den Buchtipp, werde ich mir mal näher ansehen.

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  5. Hallo Stelle
    Schön wieder von Dir zu lesen!! Sehen ist ja leider viel schwieriger! Plane eigentlich wieder eine Reise nach Schweden, aber hier ist einfach zu viel los!!! :-( Ich bin ja ein richtiger Krimi-Skandiavien-Fan!! Stieg war super, Bücher und auch die Filme!!!!, Mankell ist eher schwankend für mich, Hakan Nesser hat für mich gute und weniger gute Bücher geschrieben. Astrid Lindgreen war vor langer, langer, langer Zeit sicher ein Highlight!! Joe Nesbo zählt ja leider nicht, da er aus Norwegen kommt, Jussi Adler kommt ja leider aus Dänemark, aber auch sehr sehr gut und Arlnaldur Indridarson kann ich auch empfehlen, leider Island, Aber mein Top-Autor aus Schweden ist Ake Edwardson (Zimmer Nr. 10 fand ich besonders gut) !!! Die Filme zu den jeweiligen Autoren sind mal gut und mal schlecht, aber doch oft bedrückend und zum Nachdecken animierend!! Beste Grüße Markus Dittmann

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    1. Mensch, ich muss an meiner Tippgeschwindigkeit arbeiten und auch noch mal lesen bevor senden!!!!!!! Sorry liebe Stella!!!!! Beste Grüße, Markus

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    2. Ach, wieso, Tippfehler passieren doch jedem. :) Mit Åke Edwarson muss ich es noch mal probieren, das erste Mal haben er und ich nicht zusammengefunden, mich hat irgendwas am Buch (müsste nachschauen, welches) tierisch genervt, aber vielleicht klappt es ja auf Schwedisch ...

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  6. Liebe Stella,
    ich lese zwar nicht nur Kinderbücher, aber wenn du nach meinen schwedischen Lieblingsbuch fragst, fällt mich halt als erste der Michel aus Lönneberga (der im schwedischen der Emil heißt) ein. Die Sache mit dem Geld verdienen ist super (oder besser famos)!
    Liebe Grüße, Uta

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    1. Liebe Uta,
      ja, Emil ist toll, wie eigentlich alles von Astrid Lindgren. Als Kind hab ich die Geschichten geliebt und auch, wenn ich jetzt doch eher "Erwachsenenbücher" bevorzuge, lese ich mich gern mal in den Büchern meiner Stieftochter fest. Liebe Grüße, Stella.

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  7. Hallo Stella,
    als bislang stille Mitleserin Deines blogs will ich mich nun auch mal zu Wort melden, schließlich kann ich hier meinen Senf, ähh einen Buchtipp natürlich, dazugeben.

    Henning Mankell`s "Die italienischen Schuhe" ist ein Mankell, den ich in der Art vorher nicht kannte, ganz anders und überhaupt nicht vergleichbar mit seinem Ystad-Wallander.
    In diesem Buch geht es um einen ehemaligen Chirurgen, der sich auf eine kleine Insel in den Schären zurückgezogen und mit seinem Leben abgeschlossen hat.Bis eines Tages seine Jugendliebe vor der Tür steht und ihn an ein altes Versprechen erinnert. Er folgt ihr auf eine Reise in die Vergangenheit, voller unverhoffter Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen. Diese Reise wird ihm den Weg zurück zu den Menschen weisen.

    Es ist ein leiser, nachdenklicher und melancholischer Roman über die Liebe und die Einsamkeit, ein Buch, das ich für sehr lesenswert halte und hier gerne empfehle, vor allem dann, wenn man sonst nur den Krimi-Mankell kennt ;-)

    Ganz liebe Grüße nach Schweden,
    Claudia

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    1. Liebe Claudia,
      das ist ja mal ein schöner Tipp! Ich habe vor längerer Zeit aufgehört, Mankell zu lesen, weil ich die letzten Wallander-Fälle ziemlich abstrus fand, außerdem gefiel mir der nüchterne Stil im Vergleich zu Nesser nicht mehr so gut, aber in diesem Fall werde ich es wohl noch mal probieren, denke ich. Vielen Dank!
      Liebe Grüße,
      Stella

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  8. Hallo Stella, i
    ch bin grad zufällig; beim Durchstöbern, auf deinen Blog gekommen und werd mich hier noch ein wenig umsehen.
    Ich mag schwedische Krimis.
    Ich habe die Stieg Larsson- Trilogie "verschlungen".
    Mein absoluter Klassiker ist aber Selma Lagerlöfs "Nils Holgerson". Es hat hat mich schon als Kind fasziniert...vorallem mit den Tieren reden zu können!
    Liebe Grüsse, Petra

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    1. Liebe Petra,
      da stimme ich Dir völlig zu, Stieg Larsson fand ich wahnsinnig spannend und Nils Holgersson hat mich ebenfalls bereits als Kind in den Bann gezogen – das Buch, nicht die Serie.
      Liebe Grüße!

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  9. Liebe Stella,
    ich habe Dich für einen Blog Award nominiert. Weitere Infos findest Du auf meinem Blog!
    Danke für Deinen lieben Kommentar auf meinem Blog, habe ihn auch gleich beantwortet
    .... :-)
    Viele liebe Grüße,
    Mella

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    1. Liebe Mella,
      vielen Dank dafür, da fühle ich mich aber sehr gebauchpinselt. Die Fragen werde ich noch beantworten – in ein paar Tagen.
      Viele liebe Grüße zurück,
      Stella

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  10. Die Gewinner wurden heute gezogen – bitte beachtet das Posting vom 20. April (= heute, Ostersonntag). Ich benötige Eure Anschriften!

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