Samstag, 6. Juli 2013

EIN GRUSS DER KULINARISCHEN BOTSCHAFTERIN ODER: WIE WERDE ICH DICK IN FÜNF TAGEN?

Auf Öland ist der Himmel so blau,
dass sogar die Fische sich hinein verirren
Warum nur muss man schlafen? Man könnte so viele tolle Dinge tun, wenn nicht. Was für tolle Dinge? Nun, jede Menge Blogposts schreiben, zum Beispiel. Aber mein Leben ist so unglaublich aufregend dieser Tage, es passiert so viel und ich verliebe mich tatsächlich jeden Tag noch mehr in dieses wunderbare Land Schweden und vor allem in "meinen" ganz persönlichen Schweden J., dass ich mit dem Bloggen nicht hinterherkomme.

Stella in ihrer Manufaktur für ostkaka
himmlisch cremigen Käsekuchen
Am Dienstag bin ich von einer ebenso verzaubernden wie hochkalorischen Reise durch Småland und auf die Insel Öland
mit einer Gruppe internationaler Journalisten, Blogger, Filmemacher und sogar Köche aus England, Italien, Finnland, Frankreich, Irland, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Russland zurückgekehrt, darf mich jetzt hoch offiziell "Culinary Ambassador of Sweden" nennen und muss nach all den uns kredenzten Genüssen – von z.B.
Stellas (!) kanelbullar und ostkaka* über die wirklich tolle småländische Wurst isterband, über die Küche aus den Büchern Astrid Lindgrens in Astrid Lindgrens Värld bis hin zu internationaler Spitzenküche schwedischer Spitzenköche – jetzt erst mal strikte Diät halten (haha, war ein Scherz, mit dem Thema Diät und Waagen hab ich spätestens mit 19 abgeschlossen) und mein Sportprogramm intensivieren (das schon eher).

Ich hab's zu was gebracht:
Das passiert, wenn man
immer brav den Teller leer isst!
Es ging bei der Reise natürlich um Schweden, insbesondere aber (Ihr hab es vermutlich schon nach den obigen Ausführungen geahnt), um seine kulinarischen Highlights und natürlich die großartige Landschaft. Aber jeder und jede einzelne der Mitreisenden war bereits so speziell und liebenswert, dass alle, inklusive der schwedischen Reiseorganisatoren Sten, Jenny und Ami und Buschauffeur Frederik ein eigenes Blogpost und ein kleines Porträt wert wären. Wenn ich mich klonen könnte, würde ich das sofort machen – so lege ich diesen Plan leider erst mal auf den bereits recht beachtlichen Haufen mit der Überschrift "tolle Pläne", backe ein neues Brot, räume auf, denke über die zu schreibenden Reportagen nach und versuche, die Informationsbedürfnisse des schwedischen Skatteverket, des Finanzamts, zu befriedigen (die Angst haben, dass ich in Deutschland Steuerschulden angehäuft habe, um mich dann ins bekannte Steuerparadies Schweden abzusetzen ...). Da die Recherche-Ergebnisse dieser Reise in diversen gedruckten Publikationen zu lesen sein werden, beschränke ich mich jetzt hier auf einen besonders prägnanten fotografischen Eindruck des schwedischen Sommers von der Insel Öland:

....außerdem scheint dann bekanntlich die Sonne.
Hier sehen wir die Zutaten
eines perfeken schwedischen Sommertages.
Nicht im Bild:
Thermoskanne Kaffee, kanelbullar,
smörgåsar (Butterbrote)

J.s versprochenes Matjesrezept von Mittsommer folgt inklusive verspäteter Mittsommerbilder in einem späteren Post – ich bitte um Verständnis. "Bitte" ist ein gutes Stichwort: Eine Bitte an alle, die unser Buch "Verliebt in Schweden" gelesen und für gut befunden haben: please spread the word. Es wäre ganz toll, wenn Ihr nicht nur uns mitteilt, wie gut Ihr das Buch fandet, sondern auch allen anderen. Schreibt also gern Rezensionen, z.B. beim Online-Buchhändler Eures Vertrauens, in Buch-Communities und in Eurem Blog (und wenn Ihr Rezensionen in Zeitschriften, Zeitungen oder irgendwo online entdeckt, sagt uns bitte Bescheid, wir kriegen hier in Schweden leider nicht alles mit). J. und ich leben vom Schreiben und damit das auch so bleibt, kann ein bisschen Mundpropaganda nicht schaden. Dankeschön! Und vergesst nicht, ein Bild von Eurem Exemplar zu machen und uns zuzusenden. Der Gewinner bekommt eine schöne schwedische Überraschung!


* Damit keine Missverständnisse entstehen. Erstens bedeutet ostkaka Käsekuchen, nichts anderes. Zweitens ist Stella aus dem småländischen Bråas natürlich nicht identisch mit mir, aber die gegenseitige Vorstellung war schon sehr lustig: "Stella, trevligt att träffas!", "Stella här också, detsamma!", "Oh, det visste jag! Du ser ut som en Stella!" Falls das irgendwer nicht versteht, bitte melden, ich übersetze gern.

Kommentare :

  1. Das hört sich nach einer schönen Reise an, und Culinary Ambassador of Sweden, das wäre ich auch gern. Als Ambassador müsstest du jetzt eigentlich mal ins smakriket (Jämtland) reisen. Da gibt's auch lebende Elche anzutreffen. :-) An den Artikel über euer Buch mache ich mich in den nächsten Tagen. Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Allerdings! Wo ich nicht überall hin muss! Einen Elch hab ich natürlich immer noch nicht gesehen, aber bin jetzt immerhin im Besitz eines Visitenkartenetuis aus echtem Elchleder! Habe übrigens gerade gelesen, dass es in Deutschland wieder Elche gibt, die werden wohl nicht so schnell zu köttbullar. Liebe Grüße nach Düsseldorf, Stella

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    2. Düsseldorf???!
      Da lausche ich doch mal besonders auf.. ;-)

      Hallo Barbara aus Düsseldorf,
      hier grüßt eine andere begeisterte Leserin von Stella,
      zur Zeit in Stockholm, aber im Herbst auch mal wieder in Düsseldorf.. ;-)

      Was für ein leckerer Text, Stella!
      Und das Foto demonstriert in der Tat perfekt das schwedische Sommerleben!!

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    3. Ja, ich fuhr ganz entspannt im Schneckentempo bei 24 Grad den Ölandsleden enlang, um nicht irgendwelche mitten auf dem Weg in warmen Staublöchern sich seelenruhig sonnenden Vögel zu überrollen oder gegen eine Kuh oder eine badebemantelte Familie zu fahren – die laufen da frei rum, die Kühe und die Bademantelfamilien – und plötzlich seh ich da diesen Kubbklotz, bremse, zücke die Kamera – und wie auf Bestellung kommt dann auch noch die sonnenblonde Lätta-Familie den Hügel rauf ...

      Das war in der Tat alles sehr lecker, Pia, und das Allerbeste dabei ist, dass ich demnächst die ganzen Gourmetstationen noch mal ausführlicher für eine Reportage aufsuchen muss ... Tja, die Arbeit! Falls das jetzt Neid provozieren sollte (ich meine nicht Euch, Mädels!): Nach dem ersten Halbjahr 2013, das mit "suboptimal" nur unzureichend beschrieben ist, habe ich mir all das total verdient. Finde ich. Und eigentlich auch sonst. ;)

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    4. Das hast Du absolut!!

      Und außerdem profitieren wir ja auch davon: können Deine lebendigen Geschichten lesen und - hihi - das ganze Kulinarische landet dabei nicht auf unseren Hüften.. ;-)
      Ich freu mich zumindest auf die Berichte!

      Und Öland ist ein Traum! Dort war ich vor nicht zählbaren Jahren mal, als ich meinem Volvo Amazon seine Heimat gezeigt habe.

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  2. Hallo Stella, erst einmal Hut ab & congratulations zum kulinarischen Titel. Ich lese heute Deinen Blog das erste Mal und gestehe, dass ich daran kleben blieb wie die Wespe am leckeren kanelbullar :-) Dabei komme ich zu dem Blog und dem als Anstupser fungierenden Buch wie der Elch aufs Warnschild in Südschweden. Unverhofft und zufällig. Aber Zufälle sind meiner Meinung ja die besten Dinge, die einem passieren können. Und so endete mein Wunsch nach einer Krankenhauszeitvertreibenden Lektüre über (aus persönl. Gründen) Auswanderer bzw. Menschen im Umbruch/Trennung/Neuorientierung... in dem Geschenk eines (finnischen!) Freundes in eurem Roman. Der ist als Krankenlektüre mindestens so perfekt geeignet wie als Strandlektüre und hat nur einen Haken: Ich hatte ihn in 2 Tagen durch!!! :-) Und bin jetzt mit meinen wieder an die Bewusstseinsoberfläche geholten Erinnerungen an meine eigenen Schwedenerlebnisse von Choraustausch (mit Smørrebrød Premiere!) bis 3 wöchiger Radtour durch Südschweden alleine... :-) Eine Frage hab ich mal noch: Vielleicht könntest du uns mit ein paar "Geheimrezepten" an deiner kulinarischen Weiterbildung teilhaben lassen?? Z.b. die leckeren hefeteilchen. Selbst backen macht dreimal mehr Spass als wieder beim oertlichen Ableger eines schwedischen Möbelkonzerns einzufallen... ;-) Liebe Grüße aus Hamburg, Nora

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  3. Hallo Stella, ich wollte Dir gern ein Foto meines Prachtbuchexemplares zukommen lassen. Fragt sich nur wie? In Kommentare kann man wohl leider keine Bilder einbinden? LG Nora

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    1. Hallo Nox, erst mal ganz lieben Dank für Deinen tollen Kommentar, hab mich total gefreut. Ich hoffe, es geht Dir wieder besser – und wenn noch nicht, dann auf jeden Fall ganz bald!
      An den Geheimrezepten arbeite ich, Joakim und ich würden sehr gern ein Kochbuch als "Sequel" veröffentlichen, die kardemummabullar findest Du aber auch bereits hier im Blog, schau mal in der Leiste rechts: YOU WILL BE KARDAMOMATED. Und das Bild kannst Du schicken an: csbongertz (ätt) gmail (dott) com (das Impressum war aus irgendwelchen bizarren Gründen außer Betrieb, der Technik ist es vermutlich zu warm.)
      Liebe Grüße, Stella

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    2. Liebe Stella,
      ob der nordischen Wiedervereinigung möchte ich dich trotzdem bitten, neue Duden Integrations Petitionen für alle -BULLER-Kombinationen (auch aus Kindermündern schon sehr verständlich gemachten.. : "maaaaami, will auch bulli") etwas zu verzichten. ;-)

      Denn vielleicht hilft diese Vorsichts-Maßnahme, dass von der der weithin als Krankheit noch nicht nicht staatlich anerkannte Mängel-Gefühl im Zaum zu halten.
      Damit Eltern und Kinder mit ihren Kleinbahn- und Carrerabahnen weiterhin sorgenfrei & speichel-im-mund-zusammenlauf-aunaufgeregtheit ohne drohnene Hochwassergefahr spielen können.
      ;-)))

      Kleiner Technischer Abstecher:
      (was ich eigentlich sagen wollte)

      Auf den mobilen Seiten des blog konnte mir der Hinweis darauf, mal in die Leiste rechts zu schauen, leider nicht wie verhofft fündig.: there was no
      "YOU WILL BE KARDAMOMATED.

      Vermutlich liegt es an dem Dauereinsatz meines mobilen Smartphone. Da kann man im Gegensatz zur WebVersion vielleicht noch nicht gar nicht alles einsehen?

      Oder ließe sich da was umbasteln?
      Am ende vernebelt mir hier nur der Krankenhaus- Grauschleier die Bildschirm Weitsicht?

      Liebe Grüße an alle Rezepte-Vorfreuer

      Nox

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