Dienstag, 1. Januar 2013

HAPPY NEW YORK - ODER WIE HEISST DAS NOCH GLEICH?

Kleine Erinnerung an einen vergangenen Januar
Ich wünsche Euch, was alle wünschen und zwar von Herzen. Ihr wisst schon. (Ich habe von jeher Schwierigkeiten damit, zu wiederholen, was alle sagen und zu machen, was alle machen, selbst wenn das sinnvoll ist – das macht das Leben manchmal ein bisschen kompliziert, aber meistens finde ich tatsächlich eigene Wege und Worte ...) Alle Eure Herzenswünsche sollen in Erfüllung gehen. Für mich war 2012 ein gutes Jahr. Nicht direkt der Megawahnsinnsknaller und auf die ständig wiederkehrenden Krankheiten im ersten Halbjahr und ein paar Details hätte ich gern verzichtet,  aber gut war 2012 trotzdem und auf alle Fälle viiiiiiieeeeeeel besser als 2011.

Ich habe unter anderem dieses Blog gestartet und habe das Gefühl, dass es so langsam anläuft und dass es tatsächlich Leute mögen und das macht mich froh. Auch sehr froh machen mich Momente, in denen es tatsächlich so scheint, als hätte ich Menschen geholfen oder sie inspiriert. Zum Beispiel macht es mich glücklich, dass ich offfenbar den entscheidenden Antoß dazu gegeben habe, dass Frau S. ihre gebuchte Reise nach New York nicht hat verfallen lassen, nachdem die Bekannte, mit der sie reisen wollte, abgesprungen war. Auch habe ich sie zum Titel ihrer Story inspiriert: Ich war noch niemals in New York – nach Udo Jürgens gleichnamigem Lied. Ihren wunderbaren Reisebericht lest Ihr hier und glaubt es oder nicht, aber sie hat IHN tatsächlich getroffen. Wen jetzt genau? Lest selbst! Auch ich bin ein bisschen gereist – nicht so viel und weit und leider auch nicht nach New York  (hier lest Ihr von meinem ersten Mal), aber immerhin. Ich bin wunderbaren Menschen begegnet, Freundschaften haben sich vertieft oder sind erst zu Freundschaften geworden. Andere habe ich leider ein bisschen aus den Augen verloren, was hauptsächlich meine Schuld ist: 2012 war randvoll gefüllt mit Arbeit, so dass mir die Zeit fehlte, mich zu kümmern – auch um mich selbst. Und das ist mein Hauptvorsatz für 2013: Mal halblang machen, Auszeiten nehmen, auch wenn das als Freiberufler ein schwieriges Unterfangen ist. Im ersten Halbjahr wird es schon mal schwierig. Ihr ahnt es: Ein neues Buchprojekt. Aber nach dessen Deadline Ende April will ich den Frühling und Sommer genießen!Ich hoffe, das klappt!

Und noch eine!
Worüber ich aber eigentlich schreiben wollte: Die Verwirrung mit dem schwedischen Neujahrsgruß. Während es in Deutschland klar geregelt ist – vor Mitternacht sagt man "Guten Rutsch!" und ab Mitternacht "Frohes Neues Jahr!" – haben die Schweden eine verwirrende Fülle an Neujahrsgrüßen und jeder davon hat seine eigenen Regeln. Zum Beispiel wird einem schon lange vor dem Neuen Jahr gern ein Gott Nytt År entgegen geschleudert – quasi vorbeugend, falls man sich vorher nicht mehr sieht. Es sei denn, Heiligabend ist gerade vorbei, dann heißt es God fortsättning! wörtlich übersetzt: "Gute Fortsetzung", was bedeutet, dass das mit den kommenden Feiertagen so gut weiterlaufen soll wie mit den Weihnachtsfeiertagen. Alternativ kann man zum Jahresende auch Gott slut! sagen, was keineswegs unhöflich ist und wirklich nichts mit dem englischen Wort für "Schlampen" zu tun hat und auch nichts mit dem Herrgott, sondern "Guten Schluss!" bedeutet. Ab Neujahr sagt man dann lustigerweise in der Regel nicht mehr Gott Nytt År, sondern jetzt wieder God fortsättning! In diesem Fall bezieht man sich aber darauf, dass das Neue Jahr so gut beginnen soll, wie das alte – hoffentlich – aufgehört hat. Na? Alle Klarheiten beseitigt? Dann geh es Euch wie mir! In diesem Sinne: God fortsättning – auf dass wir uns auch in 2013 regelmäßig lesen!

Kommentare :

  1. Die auch "God fortsättning" (jetzt weiß ich ja wenigstens auch, was das bedeutet;)

    LG
    Christiane
    http://bikelovin.blogspot.de/

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  2. Liebe Stella,
    genauso war es - und ich sage es gerne nochmal: danke (-:
    Herrlich, dein erstes Mal in NY. Du warst mir 14 Jahre voraus!

    Gott Nytt År -
    zwar nicht ganz korrekt, gefällt mir aber am besten.

    Bitte weitere Inspiration in 2013. Ganz herzliche Grüße, Anke

    Liebe Grüße, Anke

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    1. Doch, doch, das ist schon richtig, die Schweden sagen es nur nicht so häufig wie "God fortsättning". Ich hoffe sehr, Deinen Wunsch erfüllen zu können!

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  3. Alles Gute aus der Partnerstadt Hamburg! Übrigens bin ich jetzt auch ins Flattr-Business eingestiegen - aber mein Januar-Beitrag ist noch nicht freigeschaltet, also flattre ich demnächst mal wieder. (Hab schon mal im Dezember!)

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    1. Alles Gute zurück und vielen Dank für die E-post (so heißt das auf Schwedisch), Helsingborg und Hambrg kann man ja sogar gleich abkürzen (Hbg). Bin gespannt auf Deine Januar- und so weiter Beiträge und hoffe auf zahlreiche Wiedersehen, virtuell und vor allem in echt!

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  4. deine einleitung fasst in worte, was bisher nur in meinem bauch stattfand, wenn ich an's bloggen gedacht habe: ich muss irgendwie erst an dieser blöden neujahrsbegrüßungsformel vorbei. das ist es. deshalb bin ich blockiert. ich warte jetzt einfach noch zwei wochen und dann ist das neujahr schnee von gestern. merci.

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  5. God fortsättning, liebe Stella! Über die Neujahrs-Grüße und -Wünsche und Schluss- bzw. Startworte bin ich auch schon gestolpert. :-) Danke für diese Zusammenfassung.
    Liebe Grüße und frohes Neues
    Barbara

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    1. Hallo Barbara, ja, das ist verwirrend, oder? Dir auch noch mal dasselbe, also DAS, was nicht gesagt werden kann. ;)

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  6. Hallo liebe Stella
    Auch Dir und J die besten WÜnsche für 2013!
    Das Jahr wird bestimmt wieder spannend und ich freue mich schon auf das Buch!!!! Also, viel Gesundheit, Zufriedenheit und ganz viel Erfolg im Beruf wünsche ich Euch!!
    Melde mich auf jeden Fall wieder vor meiner nächsten Reise nach Schweden! Bis dahin nicht zu viel Schnee und Kälte!
    Markus

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    1. Oh ja, vielen Dank – nicht zu viel Schnee und Kälte klingt super! Es scheint wirklich ein spannendes Jahr zu werden, Buchprojekte und alles. :) Melde Dich, weißt Du schon, wann das sein wird?

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  7. God fortsättning till dig också, Stella!

    Eine klasse Einleitung, hat mich an meine Gedanken hinsichtlich eines Statusupdates auf Facebook erinnert:
    Die Flut an vorhandenen Weihnachts- und Neujahrswünschen im FB Portal, mit der Gießkanne an alle Kontakte verteilt, und doch so wenig persönlichen Einblick gewährend.
    Aus meiner Sicht ist es genau richtig das was gesagt werden muss mit dem notwendigen Augenzwinkern zu tun, ich danke dir für den heutigen Schmunzler beim Lesen.

    GLG & ha det så bra
    din XING kompis Heike fran Hbg

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    1. Hallo Heike,
      wie schön, dass Du Dich hierher verirrt hast und sorry, dass ich noch nicht auf Deine Nachricht bei XING geantwortet hab. Mach ich noch!
      Und ich hoffe, ich komm auch bald wieder zum Bloggen, mein Leben ist gerade wirklich turbulent.
      Liebe Grüße,
      Stella

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  8. Christiane Fischer7. Januar 2013 um 23:13

    Was ist denn der Unterschied zwischen God und Gott? Scheint beides irgendwie „gut“ zu bedeuten? Aber es muss doch einen Unterschied geben.

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    1. Ja, stimmt, bedeutet beides "gut", aber die Endung des Adjektivs richtet sich nach dem "Geschlecht" des Subjekts, das es näher bestimmt.

      Es gibt zwei Artikel, die in der bestimmten Form ans Wort angehängt werden: -et (entspricht im Groben "das") und -en (entspricht "der", "die"). Der unbestimmte Artikel besteht (fast) aus den gleichen Buchstaben wie der bestimmte, steht aber vor dem Substantiv, z.B. en hund = ein Hund oder ett hus = ein Haus (das et wird vorn zu ett)

      Zurück zu den Adjektiven:

      år ist z.B. ein et-Wort: året = das Jahr,
      god = gut, wird vor einem et-Wort zu "gott" und ny = neu, wird zu nytt.
      Also: Gott Nytt År!

      fortsättning ist dagegen ein en-Wort: fortsättningen = die Fortsetzung.
      Davor bleibt "god" wie es ist: God Fortsättning!

      Mach doch mal einen Schwedischkurs. ;)

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  9. Christiane Fischer10. Januar 2013 um 14:08

    Ja scheint mir auch so, als wäre das von Nöten ;-)

    Aber ich kämpfe schon mit meinem Französischkurs und bin eh nicht der sprachbegabteste Mensch...

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  10. "Gott slut" habe ich aber in den sechs Jahren in Schweden überhaupt noch nicht gehört!!! Bei uns in Gästrikland heißt es "Gott Nytt År!" vor Weihnachten (weil danach sind ja alle auf Urlaub) und ab Neujahr dann "God fortsättning!"... ist vielleicht regionsabhängig?

    Liebe Grüße aus dem schneestürmigen Sandviken
    Claudia



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    1. "Gott slut!" lese ich häufiger mal, wenn in einem Geschäft ein Zettel hängt, wann sie nach Neujahr wieder aufmachen, zum Beispiel.
      Regionsabhängig kann natürlich sein. Danke für Deinen Besuch hier! :)

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  11. Der Satz "Auch sehr froh machen mich Momente, in denen es tatsächlich so scheint, als hätte ich Menschen geholfen oder sie inspiriert."ist, glaube ich, das Leitmotiv einer jeden Bloggerin.Ich wünsche Dir ein Frohes Neues Jahr und viel Erfolg mit Deinem Blog. Ich komme hier immer wieder mal gerne vorbei.
    Gruß aus Frankreich

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