Donnerstag, 21. Juni 2012

DAS MONSTER AUF DER FENSTERBANK

Es lebt und trägt ein Käppi! (1)
Hier kommt ein kleiner Zwischenstand, weil ich nicht weiß, ob ich den nächsten Tagen zum Schreiben komme, es steht einiges an. Arbeit zum Beispiel. Und Mittsommer. Der entgegen anders lautenden Gerüchten nur in Ausnahmefällen am längsten Tag des Jahres gefeiert wird (wie das z.B. im nächsten Jahr der Fall sein wird), sondern an dem Wochenende, das diesem längsten Tag am nächsten liegt. Kommenden Freitag wird also Midsommarafton gefeiert. Es ist das erste Mal, dass ich zu diesem Zeitpunkt in Schweden bin. Da wir ja gerade ein Buch über Schweden schreiben, J. und ich, zumindest im weitesten Sinne – also im weitesten Sinne über Schweden – und ich außerdem eine Reportage verfassen werde (also nicht nur für dieses Blog), soll es möglichst traditionell zugehen. Eigentlich müsste man für ein "richtiges" schwedisches Mittsommerfest weiter in den Norden fahren, eben dahin, wo die Sonne wirklich nicht oder nur für ein, zwei Stunden untergeht (hier sind es immerhin so um die vier). Um es trotzdem traditionell zu haben werden wir (unter Anderem) in Fredriksdal feiern, dem Freilichtmuseum hier in Helsingborg, wo man sich alle Mühe zu geben scheint, es "richtig" zu machen. Ich bin schon sehr gespannt.

Ansonsten ist gerade der "Sauer" für das nächste Brot in der Mache. Ich hatte ja letztes Mal vergessen, das "Anstellgut" zu sichern, bevor ich den Brotteig gemacht habe und hatte dann noch einen winzigen Rest gefunden (Die ganze Katastrophe ist hier nachzulesen). Ob der funktioniert: Keine Ahnung! Aber ich  vermute es. Denn als wir vorgestern vom Einkaufen zurückkamen, hörte ich plötzlich seltsame Laute aus der Küche. Ich dachte, es sei der Kater – aber der lag auf dem Schrank im Wohnzimmer. Dann hörte ich das unheimliche Geräusch wieder. Schließlich gelang es mir, dessen Ursprung zu orten: Eins der Gläser mit der neuen Sauerteigzüchtung. Ich schraubte vorsichtig den Deckel los – und dann passierte, nun ja, das, was Sie in Bild (1) sehen.

Die Sauerteigkultur hat jedenfalls eine ordentliche Sprengkraft entwickelt, darum habe ich tatsächlich Hoffnung. Morgen weiß ich mehr...

Leserin Vanessa hat kardemummabullar gebacken! :o)  (2)

Dann ist noch etwas ganz Tolles passiert! Leserin Vanessa hat inzwischen mein Kardemummabullar-Rezept ausprobiert und das zugehörige Bild auf der Stellamat-Seite bei Facebook gepostet (wer sich dort anmeldet, verpasst keinen Blogeintrag!) Ich bin total begeistert, dass meine bekloppten Einträge auf solche Resonanz stoßen. Außerdem sieht das Bild aus wie aus einer Top-Food-Produktion für eine Hochglanzzeitschrift. Ich habe in der Zwischenzeit natürlich mein nachkommenloses Karl XIII.-Brot gebacken. Durch das extra viele "Anstellgut" ist das Brot enorm aufgegangen, war wunderbar fluffig und knusprig außenrum. Und es sah obendrein aus, wie eins der Monster, denen Calvin (von Calvin & Hobbes) als Spaceman Spiff schon mal begegnet, wie deutlich in Bild (3) zu sehen.
Es kann sprechen, man muss nur genau hinhören (3)

Kommentare :

  1. Die Ausmaße vom Karl XIII.-Brot - ich bin begeistert! Mein letzter Versuch war ungefähr halb so hoch..

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    1. Ja, ich hoffe, das Brot mit der geretteten Kultur wird zumindest 2/3 so hoch.

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  2. Sieht sehr lecker aus und wird doch wohl mehr als einen Tag reichen, oder???
    Feier die nächsten Tage schön und trink nicht zu wenig. :-)
    Grüße
    Markus

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    1. Danke! Werd mich bemühen. Immer schön Fliederlimo und so. ;)

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  3. Sauerteigzüchterin bist du! Und ich habe im ganzen Leben noch kein einziges Brot gebacken. Nicht einmal nach einer Fertigmischung...
    So ein Midsommerfest würde ich auch gerne mal erleben. Eines Tages!
    Viel Erfolg beim Backen und Feiern und Schreiben. Die "Sauer"-Gläser lass lieber nicht zu lange aus den Augen.

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    1. Dankeschön! Die sauren Gläser sind jetzt erst mal aus der Gefahrenzone, ich hab sie nicht mehr "gefüttert" (mit Mehl), hab ja jetzt vom Backen wieder eine Kultur und die ist im Kühlschrank.

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