Montag, 28. Mai 2012

STELLAMAT 2000 UND DAS ERBE DER DICKEN DAMEN


Geheimdokument 
So, zur Blog-Einweihung schon mal ein Eintrag, der den verehrten Herrn Grafen von Blickensdorf, wie man allgemein weiß, der weltbeste Tortenblogger aus Berlin, möglicherweise freuen wird: Ich habe ihn (also den Beitrag, nicht den Grafen) aus meinem alten Blog "gerettet" – denn er hat gewissermaßen einen ganz neuen Kontext bekommen.

Damit meine ich nicht nur die brandneue Website, in die dieser Blog integriert ist. Meine Website nenne ich traditionell Stellamat. Ich habe mir bei diesem Namen ein bisschen was gedacht: Stella amat  bedeutet, wenn ich nicht vollkommen mit der Mütze gepocht bin (was in diesem Themenfeld durchaus möglich ist) auf Latein "Stella liebt" (ich habe zwar so gut wie keinen Schimmer mehr von Latein, aber daran konnte ich mich zufällig noch erinnern), außerdem fand ich das Wortspiel "Stella-Automat" irgendwie ganz putzig. Damals – 2004, als ich meine erste eigene Website einweihte – wusste ich ja auch noch nicht, dass mat auf Schwedisch "Essen" bedeutet, noch, dass ich eines Tages dortselbst – also in Schweden – landen würde. Tja, und das ist doch mal eine äußerst elegante Überleitung zu folgendem Sachverhalt:

Reportage für Vital
 über Konditoreierzeugnisse
 in Kopenhagen
 (zum Lesen anklicken)
Meine Familie väterlicherseits war bis Ende der 60er Jahre so was wie eine Dynastie von Konditoren in Krefeld. Also von jenen Leuten, die mit viel Sahne, Zucker, Ei sowie Akribie und Hingabe in höchst komplizierten Verfahren sehr kalorienreiche Spezialitäten wie Nougatschiffchen, Eisbomben, Trüffelpralinen oder die berühmte Krefelder halbgefrorene Grillagetorte herstellten. Zum Zweck, sie anschließend im Café immer dicker werdenden Damen (mit Hütchen) zum Kännchen Kaffee zu verfüttern.

Einen Konditor damals mit einem Bäcker zu vergleichen war, so wurde mir versichert, als würde man irgendeinen Star-Architekten mit einem Lego-Bastler auf eine Stufe stellen und kam für die betreffenden Herren einer Majestätsbeleidigung gleich. Solcher Frevel wurde mit Nichtbeachtung (und wahrscheinlich Grillagetorten-Verbot nicht unter fünf Jahren) bestraft.
Ich persönlich finde ja Bäckereierzeugnisse prinzipiell ganz famos. Trotzdem weiß ich nicht so genau, was ich von dieser Entdeckung halten soll:




Ich zitiere:

Die zweireihige STELLAMAT 2000 ist eine Maschine, die auch Bäckereibetrieben mit einem kleineren Erzeugungsanteil an Kaisersemmeln, gedrückten Brötchen usw. ermöglichen soll, diese Gebäcksorten zeitgemäß und rationell herzustellen. Die Maschine besitzt ein robustes Gestell aus Stahlprofilrohren und ist auf vier Lenkrollen fahrbar. Die Halterung der Formwerkzeuge ist um eine waagrechte Achse drehbar. Die Maschine kann auf Wunsch mit bis zu vier verschiedenen Formwerkzeugen - Kaisersemmel, Kreuzsemmel, gedrückte Brötchen und Rosenbrötchen - ausgerüstet werden. 

Dann muss ich wohl bald mal mit dem Backen anfangen!

Kommentare :

  1. Stellamat als Ausdruck unendlicher Vielfalt.
    Besser geht es nicht!

    Die Maschine sieht toll aus. Du könntest sie als Logo verwenden :-)

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  2. Glückwunsch zur neuen Website, gefällt mir sehr gut!

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  3. Sehr schön - und merci für die Verlinkung!

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  4. Da gefällt mit deine Seite aber 1.000 mal besser als die Optik der Maschiene. Was die erfolgreiche Produktivität betrifft, bist du natürlich auch absolut in Führung. Fleisch und Geist sind immer im Vorteil gegebüber Stahl!!!Tolle Seite und sei schön fleißig im Blog.
    Markus

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